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Landwirtschaftsberatung

Um den Zielen des Naturparks, insbesondere im Rahmen Umwelt-, Boden- und Wasserschutz aber auch der nachhaltigen Regionalentwicklung, zu entsprechen, sind die wesentlichen Aufgaben im Bereich Landwirtschaft:

  • Eine Landwirtschaftsberatung im Einklang mit dem Trinkwasserschutz und der Natur (z.B. Düngeplanung, Basisberatung, Erosion, Pestizideinsatz, Intensivierung der Wasserschutzberatung).
  • Die Entwicklung neuer Produkte und Einkommensmöglichkeiten in Zusammenhang mit der Landwirtschaft (z.B. Diversifikation der landwirtschaftlichen Produkte sowie Marketing und Vertrieb).
  • Die Förderung eines positiven Images der Landwirtschaft in der Naturparkregion.
  • Begleitung der Landwirtschftlech Kooperatioun Uewersauer“ (LAKU).

Seit August 2000 steht Herr Frank Elsen als Landwirtschaftsberater ganzzeitlich allen Betrieben der Naturparkgemeinden zur Verfügung. Auf Anfrage wird jedem Landwirt zu allgemeinen oder speziellen Problemen weitergeholfen. Die Labelprodukte „vum Séi“ werden ebenfalls betreut.

Schwerpunkte der Beratung sind:

  • das aktuelle Agrargesetz (Landschaftspflege, Nitratdirektive, usw.);
  • der Düngeplan;
  • Nmin Analysen;
  • Pflanzenbau (Düngung, Pflanzenschutz);
  • Sensibilisierung für umweltschonende Produktionsmethoden (u.a. Agrarumwelt- und Biodiversitätsprogramme);
  • Wasserschutzberatung.

Der Düngeplan

Seit Herbst 2000 werden einjährige computergestützte Düngepläne auf Anfrage erstellt. Somit kann der anfallende Hofdünger auf allen Parzellen (soweit wie möglich) optimal verteilt werden. Teurer Kunstdüngereinsatz sollte sich somit größtenteils auf wenige, schwer zugängliche Parzellen beschränken. Nach Gesetz muss jeder Betrieb alle 5 Jahre neue Bodenproben vom ganzen Betrieb ziehen lassen, im Naturpark werden jedoch seit Bestehen der landwirtschaftlichen Beratung alle 3 Jahre Bodenproben gezogen. Ebenfalls alle 3 Jahre muss eine Analyse des Hofdüngers (Gülle oder Mist) gemacht werden.

Die Düngeberatung berücksichtigt die gesetzlichen Auflagen im Rahmen der Landschaftspflegeprämie, der Agrarumweltprogramme und anderer Gegebenheiten (z.B. Biodiversitätsdirektive). Zusätzlich zu der kostenlosen Düngeempfehlung wird auch ein Kalkungsvorschlag gemacht. Ziele sind eine optimale Pflanzenversorgung, der Schutz des Trinkwassers durch angepasste Düngung, sowie die Schonung des Geldbeutels. Sämtliche erstellten Unterlagen werden von staatlicher Seite zwecks Landschaftspflegeprämie und anderer Reglements anerkannt.

Wasserschutzberatung

Der Stausee der Obersauer ist das größte Trinkwasserreservoir Luxemburgs: in der Tat beliefert das Wassersyndikat SEBES 50 % des Trinkwasserbedarfs in Luxemburg. Aus diesem Grund muss ein besonderes Augenmerk der Landwirtschaft im Einzugsgebiet der Obersauer gelten.

Der Bewirtschaftungsplan der Wasserverwaltung für Oberflächengewässer wurde festgesetzt. Aktuell erstellt der Wasserversorger SEBES einen neuen Konzeptvorschlag einer Wasserschutzzone, die sich über das gesamte luxemburgische Einzugsgebiet der Obersauertalsperre erstreckt.

Die Landwirtschaftsberatung sensibilisiert die Landwirte seit 20 Jahren, und hat somit eine Bewusstseinsbasis für das Thema Wasserschutz geschaffen. Ziel der landwirtschaftlichen Beratung und der Projekte des Naturparks ist, die beiden Bereiche Landwirtschaft und Wasserschutz zueinander zu führen, und es zu ermöglichen, dass landwirtschaftliche Praxis und Wasserschutz in Einklang gelangen. Die oben genannten Beratungsthemen sind ein Anfang in diese Richtung. In Zukunft werden diese Themen noch erweitert.

Im Rahmen der „Landwirtschftlech Kooperatioun Uewersauer“ (LAKU) werden diese Themen nochmals vertieft, siehe Landwirtschaftlech Kooperatioun Uewersauer.

Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an:

Frank Elsen
Tel. (+352) 89 93 31-218
E-mail: frank.elsen@naturpark-sure.lu