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Kultur

Die Erhlatung des Kulturellen Erbes bzw. die Förderung kultureller Veranstaltungen jeglicher Art sind ein sehr wichtiger Punkt im Naturpark Obersauer. Egal ob sie sich nun für Photographie, Filme oder Bilhauerei begeistern, das Arbeiten mit Textilien ihre Leidenschaft ist, sie gerne Konzerte traditioneller oder zeitgenössischer Musik hören oder ob sie sich einfach gerne mal zurücklehnen um ein Buch zu lesen: Im Naturpark Obersauer werden sie sicher das richtige finden, denn hier ist immer etwas los.

Musik

Beim alle zwei bis drei Jahre stattfindenden Water-Art Festivals müssen sich schon einmal bis zu 200 Musiker eine Bühne teilen. Unter dem Motto „Rock meets Classic“ finden sich über ein Wochenende die im Naturpark ansässigen Musikvereine neben bekannten Größen der klassischen und Rock-Musik auf der bühne direkt am Stausee ein.

Musik, die mindestens zum Fußwippen einlädt, begleitet die jährliche Veranstaltung Maart & Musik. Hier bieten die großen und kleinen Produzenten des Naturparks ihre Waren feil: Tee, Kräuter, Nudeln, Seifen, Marmelade, Schnaps, Besen, Zeichnungen, etc. Frisch zubereitete Speisen und kühle Getränke runden das Programm, meist im gemütlichen Ambiente wie einer urigen Scheune, ab.

Textilkunst

Die alte Tuchfabrik in Esch-Sauer eignet sich hervorragend, um in den Räumen der traditionellen Textilfertigung moderne Handwerkskunst auszustellen. Seit 2002 zeigen einmal jährlich in- und ausländische TextilkünstlerInnen ihr Werke, teilweise in Verbindung mit modernen Gestaltungstechniken.

2002: Tapisserien – Lina-Andrea Dippel

2003: Farbimpressionen/Webereien und handgeknüpfte Teppiche – Peter Horn, Ute Gayk, Berta Knab, Gisela Gräning

2003/2004: Filzausstellung – Susanne Kiener, Annette Quentin-Stoll, Ines Ulbrich, Birgit Vogler, Elisabeth Weissensteiner

2004: Wandteppiche – Franziska Kurth

2005: Grafik/Textil – Renée Trovarelli (F)

2006 / 2007: Tuftteppiche – Nela Merz

2009 / 2010: Sofias Brautkleid – Ingrid Eggimann-Jonsson, Maria Lehner, Anna Leutert, Mäti Müller, Marlies Niemeyer, Madeleine Siegenthaler, Beate Stürmer, Herta Wiechmann, Ursula Zettel, Sabine Hermann-Michels

2011 / 2012: farbe+Stoff= Farbstoff / Quilt-Ausstellung – Heide Stoll-Weber, Christine Brandstetter, Heike Dressler

2012: Sascha, Ingrid und der Menschenfresser / Häkel-Ausstellung – Jürg Benninger (CH)

2012 / 2013: Eine Retrospektive / Bildteppiche – Inge Flierl (D)

Bildhauerei

Skulpturen fügen sich in Bilsdorf, Lultzhausen und Insenborn rund um den See harmonisch in die Landschaft ein.

Erst im Sommer 2011 entstanden im Rahmen des Projektes Waasserzeechen in Insenborn neue Gebilde: Der farbenfrohe „Gemeinschaftstisch“, der in mehreren Workshops von den Bewohnern der Gemeinde Neunhausen unter der Leitung von Uli Lindow künstlerisch gestaltet wurde, sowie die Skulptur von Volker Tiemann „Haus am See in den Wolken“. Das Besondere am Schaffen des deutschen Künstlers Uli Lindow ist, dass er die lokale Bevölkerung mit einbezieht. Schon bei seinem Stelenprojekt im Kulturjahr 2007 entstanden unter seiner Anleitungen die Motive, die nun die 10 farbenfrohen Säulen auf einem Weg vom Gemeindehaus bis zum Solarbootsteg zieren. Je eine Stele ist außerdem in Neunhausen und Lultzhausen zu finden. Uli Lindows kreative Pläne beeinflussten außerdem maßgeblich den Umbau der Dorfkirche: vom Eingangsportal, über die Farbgestaltung der Wände und die Motivwahl der Fensterbilder bis hin zum Altar verbergen sich einzelne kleine Kunstwerke in einem gesamten.

Die in Stein gehauenen Figuren in Lultzhausen bilden einen Teil der Straße des Friedens. Im Jahre 1999 lud der luxemburgische Bildhauer Bertrand Ney fünf internationale Bildhauer ein, um in Zusammenarbeit mit dem Naturpark Obersauer, der Gemeinde Neunhausen und den Vereinen aus der Gemeinde ein Skulpturensymposium zu organisieren. Die Skulpturen verleihen der ohnehin schon abwechslungsreichen, geschwungenen Landschaft zusätzliche Akzente. (Teilnehmer waren Georg Ahrens (D), Jaak Hille (B), Ton Kalle (NL), Bertrand Ney (L), Sybille von Halem (GB) und Kyriakos Rokos (GR).)

Ein weiteres Bildhauersymposium fand bereits im Rahmen des Kulturjahres 1995 in Bilsdorf statt. Das künstlerische Gesamtprojekt ist den Bildhauern Florence Fréson (B), Bertrand Ney (L), Paul Schneider (D), Anne-Marie Klenes (B), Eileen Mc Donagh (IRL), Uli Gsell (D), Thomas Link (D) und Uli Lindow (D) zu verdanken.

Mehr Informationen zum Skulpturenweg Lultzhausen finden sie hier.

Fotografie

Die Photographie erweist sich als eines der ausdrucksstärksten Mittel, um die Landschaften und regionalen Besonderheiten des Naturparks Obersauer festzuhalten und über seine räumlichen Grenzen bekannt zu machen. Der Herausforderung, den vielfältigen landschaftlichen Reiz der Region, oder auch nur eines ihrer Details, in einem Bild unterzubekommen, Stellen sich zahlreiche Hobbyfotografen jedes Jahr auf’s Neue bei der jährlichen Mitmachaktion „Kalender der Naturparke Our und Öewersauer“.

Auch professionelle Fotografen zieht es immer wieder in den Naturpark. Ihre Errungenschaften sind teilweise in Ausstellungen sowie in Bildbänden einem breiten Publikum zugänglich.

Guy Hoffmann hat beispielsweise für die Bücher „Luxemburg Kulinarisch“ und „Eist Éislek“ den Naturpark in eindrucksvollen Bildern festgehalten.

Raymond Clement ist mit seinen Bildbänden über die Naturparke Our und Öewersauer mittlerweile zum „Naturparkphotografen“ avanciert („De Séi an der Bléi“ (2001), „Öewersauer & Our“ (2011).

Auch Pierre Haas dokumentiert mit seinen Bildern das natürliche und kulturelle Treiben im Naturpark zu allen Jahreszeiten.

Film

Der Naturpark, aber vor allem der Stausee, bilden die Hauptkulisse im belgischen Film „Les Géants“ von Regisseur Bouli Lanners. So wie die Erzählweise des Films zwischen Drama und Komödie balanciert, schwanken die Erlebnisse dreier Jugendlicher während eines Sommers zwischen Langeweile, Spaß, Abenteuer und Ernst.

Ebenfalls sehenswert ist der Dokumentarfilm „Bauereblues“ der jungen luxemburgischen Regisseurin Julie Schroell. Er zeigt auf unterhaltsame Weise die Entwicklung der Landwirtschaft Luxemburgs und mit welchen Problemen die Bauern in der angeblichen Landidylle zu kämpfen haben. Protagonisten sind unter anderem einige lokale Bauern sowie der Landwirtschaftsberater des Naturparks.

Literatur

Die Naturparkgemeinden und der Stausee sind sowohl in belletristischer als auch Sachbuchliteratur Handlungsraum. Der einstige Präsident des Naturparks Obersauer, heutiger Wohnungsbauminister und Minister für Umweltfragen, Marco Schank, veröffentlichte zahlreiche Bücher, u.a. seine mehrmals aufgelegten Kriminalromane, die stark von den natürlichen und kulturellen Gegebenheiten der Region geprägt sind. Herausgegeben werden diese und andere Werke in deutscher, luxemburgischer oder französischer Sprache in einem in Esch/Sauer angesiedelten Verlag: Op der Lay (http://www.opderlay.lu).

In der Sachliteratur überwiegt vor allem die Auseinandersetzung mit der Geschichte und den Eigenheiten der Naturparkgemeinden, z.B. Kaundorf, Harlange.

Eine Auswahl dieser Bücher finden Sie auch im Shop des Naturparkzentrums.

Für Leseratten empfiehlt sich insbesondere ein Besuch der Bibliothek Eschdorf. Diese öffentliche Bibliothek bietet eine Auswahl an Büchern aus verschiedenen Bereichen: Belletristik, Luxemburgensia, Kunstbände, Sachliteratur, Nachschlagewerke, Kinder- und Jugendbücher sowie Literatur auf Kassette oder CD. Außerdem besteht die Möglichkeit, Bücher aus anderen Bibliotheken des Landes auszuleihen.

Die Bibliothek Eschdorf veranstaltet regelmäßig Vorträge und Autorenlesungen für Erwachsene und Kinder.

Kontakt:

Bibliothek Eschdorf
4, op der Knupp, L-9150 Eschdorf
Tel. 89 97 53-1 Fax 89 95 67
E-mail: leader2e@education.lu /bibliotheque.eschdorf@email.lu

Öffnungszeiten:

Dienstag 14.00-18.00 Uhr
Mittwochs 20.00- 22.00 Uhr
Donnerstag 14.00-18.00 Uhr
Samstag 10.00-12.00 Uhr